Arbeit

Kunst und Mathematik. Konkrete Kunst

„The mathematician's patterns, like the painter's or the poet's must be beautiful; the ideas, like the colours or the words must fit together in a harmonious way.“
G.H. Hardy

Die Verbindung zwischen bildender Kunst und Mathematik ist im Grunde naheliegend, denn Mathematik besitzt eine ganz eigene, elegante Schönheit. Dennoch ist bildende Kunst, die auf mathematischen Sachverhalten basiert, nicht häufig zu finden. Die Arbeiten von Irene Schramm-Biermann könnten der Konkreten Kunst im weitesten Sinne zugeordnet werden.
Ideen entstehen durch die Beschäftigung mit einem mathematischen Sachverhalt, durch spontane Eindrücke oder durch Recherche in dem reichen Spektrum der zur Visualisierung geeigneten mathematischen Gegebenheiten.
Nach zunächst spielerischer Planung mit verschiedenen Entwürfen schließt sich die endgültige künstlerische Umsetzung an. Diese lässt im Verlaufe des Arbeitsvorgangs durchaus gestalterische Freiheiten und den Zufall zu, was nicht nur, jedoch insbesondere die Farbwahl betrifft.
Die visuelle Darstellung kann nur exemplarisch sein, daher ist auch die verallgemeinernde mathematische Formel oft Bildelement.

Bevorzugte Techniken sind Pigmente und Acryl auf Leinwand.

Landschaften

Das Genre Landschaftsmalerei wird bewusst sehr weit gefasst, wodurch sich ein interessantes Spektrum ergibt:
Selbst einige zunächst sehr real wirkende Landschaftsansichten sind „Innenbilder“, denn sie zeigen Zusammenfassungen von Eindrücken und Stimmungen aus der Natur, wobei Landschaftselemente wie Himmel, Wald, Äcker, Wasser zu nicht existierenden Gegenden zusammengefügt werden.
Physikalische Festlegungen werden manchmal verlassen und reale Bruchstücke zu irrealen Landschaften vereint.
Einige Arbeiten interpretieren Szenen aus der Literatur und enthalten dort beschriebene Landschaftselemente, wie zum Beispiel im Bild „Daucus Carota“ zu einem Märchen von E.T.A. Hoffmann.
Der teils hauchdünne Farbauftrag zeigt sich besonders schwierig in seiner Abhängigkeit vom Licht, verleiht den Arbeiten jedoch Leichtigkeit und Transparenz. Im Umgang mit natürlichen und synthetischen Pigmenten wird die Farbe an sich in ihrer ganz unterschiedlichen Konsistenz, Deckkraft und Schwere erfasst. „ Es ist nichts zwischen der reinen Farbe und mir“, sagt Irene Schramm-Biermann. Je nach erwünschter Farbwirkung setzt sie jedoch auch Acryl oder Ölfarben ein.
Irene Schramm-Biermann arbeitet meist sehr lange an einem Vorhaben, plant zunächst, beginnt mit der Umsetzung, verändert, lässt auch den Zufall zu. So produziert sie nicht schnell und daher relativ wenig